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20 JAHRE RANDFICHTEN – JETZT WIRD „AUFGEWURZELT“
20 Jahre Randfichten – Jetzt wird „Aufgewurzelt“ - Randfichten

20 Jahre Randfichten – Jetzt wird „Aufgewurzelt“



Es war still in der „Sockendorfer Hutzenstub" von Johanngeorgenstadt.


Einige Männer spielten Skat, Biergläser klirrten. Thomas Unger und
Michael Rostig saßen an ihrem Tisch, „Rups" nahm seine Gitarre und
sagte: „Kumm, Michl. Mir singe eens". Er griff in die Saiten stimmte mit
Michl ein Lied an – und schon nach wenigen Takten sangen die zehn Gäste
in der Hutzenstub mit.

Das war vor 20 Jahren. Wenn Thomas „Rups" Unger und Michael Rostig heute
zusammen mit Thomas Lauterbach als „Randfichten" ein Lied auf den Lippen
haben, singen Tausende mit – den „Holzmichel" trällerte sogar ganz
Deutschland.

20 Jahre Randfichten. 20 Jahre ehrliche Musik, ehrliche Texte, ehrliche
Melodien. Eine Mischung aus Melancholie und Schunkel-Sound, die die
Herzen erreicht und die Hüften zum Schwingen bringt. Thomas Unger: „Nach
20 Jahren ist es Zeit, sich bei unseren Fans zu bedanken. Sie haben uns
nie im Stich gelassen, waren immer da, auch wenn es mal nicht so gut
gelaufen ist. Deshalb haben wir die neue Platte aufgenommen. Denn jetzt
wird richtig aufgewurzelt."

„Aufgewurzelt!" Der Titel der neuen Randfichten-CD, die seit dem 27.
Januar in den Läden steht. Michael Rostig: „Es ist eine ganz besondere
CD geworden. Passend zum 20-jährigen Bandgeburtstag haben wir viele
Erlebnisse aus all den Jahren verarbeitet, geben sie jetzt in unseren
Lieder wieder."

Schon der erste Song der neuen CD „Solange die starken Fichten" ist ein
Spiegelbild der „Randfichten"-Karriere. Thomas Unger: „Es geht darum,
dass man sich nicht unterkriegen lassen darf, wenn es mal schwierig
wird. Wir haben als Band gemerkt, dass es schnell Neider gibt, die einem
den Erfolg nicht gönnen. Das muss man aushalten können."

Und die Randfichten haben es ausgehalten. Sie spielten zunächst in den
urigen Kneipen des Erzgebirges, galten als Geheimtipp. Aus dieser Zeit
stammt auch das Lied „Oma hüpf mal." Thomas Lauterbach: „Es ist
entstanden, als ich noch nicht dabei war, Rups und Michl mit Doris
Mühlig auftraten. Mit ihr gab es auch den ersten Fernsehauftritt 1995 im
MDR. Doris hat dann aufgehört und ich bin 1997 zur Band dazugekommen.
2004 ist Doris dann leider gestorben. Es war mein Wunsch, dass wir das
Lied ‚Oma hüpf mal‘ mit auf die neue Scheibe genommen haben. Doris hat
es immer bei den früheren Konzerten gesungen."

Alte Lieder, neue Hits. Auf der neuen CD „Aufgewurzelt" ist eine
perfekte Mischung gelungen. Es gibt Titel im typischen
Rafi-Schunkel-Sound, die man so herrlich mitsingen kann. Wie der Song
„Du kleine Fliege" – ein Partykracher, der den Zuhören sofort ein
Lächeln ins Gesicht zaubert und der bei den Après-Ski-Feten für Stimmung
sorgen wird.

Rups: „Der Titel ‚Aufgewurzelt‘ passt einfach perfekt zur neuen Platte.
Mir sind wieder einige Lieder eingefallen, die einfach gute Laune
verbreiten sollen, mit denen man so richtig abfeiern kann. Aber es gibt
auch nachdenkliche Titel." Wie „Se würd su gern in dr Haamit bleibn."
Thomas Lauterbach: „Es geht darum, dass viele junge Leute dem Erzgebirge
leider den Rücken kehren, weil sie hier keine Arbeit bekommen. Viele
sind dann in der Fremde unglücklich, weil sie bodenständig sind und sich
nach der Heimat sehnen."

Die Heimat im Herzen – ein Markenzeichen der Randfichten. Bis heute sind
sie dem Erzgebirge treu geblieben, lieben die dichten Wälder, die klaren
Bäche, die Menschen. Rups: „Ich gehe gern Pilze sammeln und schnitze.
Dabei kommen mir die besten Ideen."
Wenn Unger in seinem winzigen Schnitzkeller am Holz arbeitet, fallen ihm
die Melodien für die neuen Hits ein. Er lacht: „Ich habe einen uralten,
staubigen DDR-Sternrekorder in der Ecke stehen. Der hat ein Mikrofon,
und wenn ich eine Melodie im Kopf habe, kann ich sie direkt aufnehmen."

Auch die Hits der neuen Randfichten-Platte sind auf dem Sternrekorder
gespeichert worden. Das Lied „Bei uns sogt mor Glück Auf", das sich mit
der Sprache der Erzgebirger beschäftigt. Oder „Das is doch kaa Watter
net", in dem es um den regnerischen Sommer geht.
Michael Rostig: „Wir beschäftigen uns in unseren Liedern immer mit
Themen, die aus dem Leben gegriffen sind. Themen, über die die Menschen
daheim beim Abendbrot reden. Das ist auch auf der neuen CD so. Da ist
für jede Altersgruppe etwas dabei."

Manche Lieder von ihnen gibt es schon lange, wurden aber noch nie
veröffentlicht. Wie „Kollerabi mit dr Gabi", das 1983 entstanden und das
Lieblingslied von „Lauti" ist. Für den Rafi-Klassiker „Steig ei, mir
fahrn in de Tschechei" gibt es einen aktuelleren Text.
Rups: „Meist haben wir Dinge verarbeitet, die wir in den 20 Jahren
erlebt haben." Wie im Lied „Komm mach mor noch ann". Der Sänger: „Wir
haben uns daran erinnert, wie wir am Ende der Konzerte von Hunderten
Fans gegen 2 Uhr morgens zu einer weiteren Zugabe im ausverkauften Saal
geklatscht und gejubelt wurden."

Ausverkaufte Säle, jubelnde und klatschende Fans, Zugaben. Als die
beiden Randfichten vor 20 Jahren in der „Sockendorfen Hutzenstub" von
Johanngeorgenstadt begannen ihr Lied zu singen, konnten sie davon nur
träumen…
Quelle: Emi Music


Quelle:
 

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