| HÖHNER - „Jetzt und hier – Ein Zeitdokument“ - (Special Edition Album + DVD) |
| Montag, den 11. Februar 2008 um 19:36 Uhr | |||
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Künstlerwebseite: Höhner VÖ: 18. Januar 2008 „Wo die Höhner auftauchen, da brennt die Bude". Wer würde dieses Versprechen, das längst Manifest ist, anzweifeln? Zumal, wenn es von einem der prominentesten Fans der sechs Kölner Muntermacher, Reiner Calmund, früherer Manager des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, kommt. Viel Zeit zum spontanen analysieren des Kölschen Phänomens Höhner blieb „Don Calli", wie der schlagfertige Tausendsassa des deutsche Fußballs von Freunden genannt wird, am 26. Oktober 2007 allerdings nicht. Denn an diesem Abend fiel der Startschuss zum 35. Jubiläum der Höhner. Freilich nicht in irgendeiner „Bude", sondern in Deutschlands größter Konzerthalle. Die Kölnarena war mit über 13.000 Besuchern restlos ausverkauft, als die Höhner einen Song-Knaller nach dem anderen zündeten und Schlag auf Schlag durch 35 hitgespickte Jahre ihrer ureigenen Frohbotschaft führten. Ein 90-Minuten-Mitschnitt dieses denkwürdigen Konzerts erscheint jetzt als DVD-Kraftpaket in gleich zwei Versionen. Als „Jetzt und hier - ein Zeitdokument"-DVD mit unzähligen, spektakulären Extras und mit gleichem Inhalt als „Special Edition" im Verbund mit dem aktuellen Höhner-Chartalbum „Jetzt und Hier!". Wer die Band immer schon mochte, bislang aber keinen direkten Zugang zum Höhner-Kosmos fand, wird nach dem Sichten der DVD garantiert zum Höhner-Fansein konvertieren. Die Extras der DVD, die mit insgesamt gut 40 Minuten Spielzeit zu Buche schlagen, ermöglichen nämlich in Form von Backstage-Reportagen, Interviews und Fan-Kommentaren einen Einblick ins Schaffen der Höhner. Humorvoll, aber auch nachdenklich und zugleich mit dem typischen überbordenden Optimismus der Kölner ausgestattet, zeigt die DVD über eine Gesamtspiellänge von rund 130 Minuten eine Band, die ganz im „Jetzt und Hier!" lebt. Da wird nichts kaschiert oder künstlich aufgebauscht. Die Höhner sind wie sie sind: authentisch, lebensbejahend und über nunmehr 35 Jahre zu dem gereift, was längst nicht mehr nur noch als Stimmungsband mit Lokalkolorit abgetan werden kann. Die Höhner sind ein gesamtdeutsches Phänomen, das mit Partygranaten wie „Viva Colonia" sowohl im Fußballstadion, im Karneval, als auch im Kanzleramt in Berlin zuhause ist. Als Botschafter der Domstadt haben die sechs Musiker der Bundeskanzlerin Angela Merkel den von ihnen initiierten Kölsch-Pass überreicht und somit eine weitere Bewunderin der rheinischen Lebensart gewonnen. Aber nicht nur in Sport und Politik weiß man das Kölsche Kulturgut Höhner zu schätzen. Auch Musikerkollegen klopfen inzwischen in schöner Regelmäßigkeit bei dem Sextett an, um am mitreißenden Geist der Band teilhaben zu können. So interpretieren im Live-Programm der neuen DVD gleich drei international gefeierte Acts gemeinsam Songs mit den Höhnern. Fool's Garden beleben ihren Hit „Lemon Tree" mit Hilfe der Höhner neu, während sich Nik P. mit seinem „Ein Stern der deinen Namen trägt" perfekt in den Kontext des Sextetts einfügt. Einen ganz besonderen Höhepunkt birgt die DVD mit dem Gastauftritt von Annett Louisan, die zusammen mit Höhner-Frontmann Henning Krautmacher den Song „Gut so, wie es ist" singt, der sich derzeit in den Top Fünf der deutschen Airplay-Charts tummelt. Einmal mehr beweißen die Höhner mit dieser eher nachdenklichen Nummer, dass Besinnung und Sinnlichkeit bei ihnen nichts mit Besinnungslosigkeit zu tun hat. Es wird auf höchstem Spaß-Niveau gefeiert, wenn die Höhner mit älteren und neuen Gute-Laune-Garanten wie „Mir kumme mit alleman vorbei (Festpiraten)", „Der Liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin" und „Echte Fründe" das weite Rund der Kölnarena beschallen. Die steht, wie man inzwischen von Norden bis Süden und von Westen bis Osten weiß, längst nur noch stellvertretend für Hallen von großem Fassungsvermögen, in denen die Höhner ab März 2008 im Rahmen ihrer „Hier und Jetzt!"-Tournee gastieren werden, bevor sie bis Juni ein weiteres Kapitel ihrer „Höhner Rockin' Roncalli Shows" unter dem Titel „Salto Globale" aufschlagen werden. Wen würde es angesichts dieser Fülle von Projekten, die auch international immer mehr Beachtung finden, wundern, wenn es demnächst auch außerhalb unserer Landesgrenzen heißen würde: „Willkommen, Bienvenue, Welcome - Die Höhner!"? Insofern kann die neue DVD „Jetzt und hier - ein Zeitdokument" getrost als wichtiges zeithistorisches Dokument der Band betrachtet werden, die längst jenseits von sprachlichen, nationalen und kulturellen Grenzen angekommen ist. (c) Michael Loesl Titelliste: Tracklisting CD + DVD-Video 1 01. Irgendwann (ist jeder einnmal dran)
02. Du bes nit allein
03. Mir kumme met allemann vorbei (Festpiraten)
04. Spar ding Dräum nit op för morje!
05. Gut so, wie es ist
06. Mir jeiht et jot
07. Morgen
08. Von mir aus sofort!
09. Nimm mich mit
10. C'est La Vie
11. Ich würd' alles geben
12. I'm A Part Of It
13. Ich bin bei Dir
Tracklisting CD + DVD-Video 2 01. Irgendwann (Ist jeder einmal dran)
02. How Do You Do?
03. Spar ding Dräum nit op för morje!
04. Gut so, wie es ist
05. C ' est la vie
06. I´m A Part Of It
07. Mir jeiht et jot
08. Mir kumme mit allemann vorbei (Festpiraten)
09. Ohne Dich geht es nicht!
10. Wenn nicht jetzt, wann dann?
11. Schön dat Du do bes
12. Wann jeiht d´r Himmel widder op?
13. Minsche wie mir
14. Ein Stern der deinen Namen trägt
15. Du bes nit allein
16. Der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin
17. Lemon Tree
18. Echte Fründe
19. Hey Kölle , do bes e Jeföhl
20. Viva Colonia
weitere Informationen: Track by Track: Irgendwann (ist jeder einmal dran)
Henning Krautmacher: Dieser Song ist eine Selbstreflexion und eine recht mutige Darstellung von uns, in der wir uns selbst sagen: „Seht her, wir haben es geschafft!" Weil wir das auch tatsächlich so erleben, wie wir es erzählen und uns auch dazu bekennen. Die beiden Ur-Höhner Peter und Janus, haben vor 35 Jahren das Ziel gehabt, irgendwann mal ganz oben zu sein. Jeder der irgendein Tagwerk beginnt, einen Beruf ergreift, wird das Ziel haben, irgendwann mal ganz oben mitzumischen. In der Chefetage, da wo ein bisschen Meinung gemacht wird. Dieses Ziel zu erreichen, ist ein großes Glück. Wenn man nicht daran glaubt, dass es irgendwann geschieht, ist man eigentlich schon gescheitert, weil das Ziel der Motor sein muss. In unserem Fall war und ist dieses Ziel der Motor.
Du bes nit allein
Hannes Schöner: Darin geht es um unsere jetzige Zeit, in der viele Leute hinten herunterfallen, obwohl in allen Nachrichten propagiert wird, dass es mit der Wirtschaft bergauf geht. Es gibt eben doch beachtlich viele Einzelschicksale von Personen die scheitern und aus dieser globalisierten Welt ausgeschlossen werden. Der Zusammenhalt der Gesellschaft geht zunehmend verloren. Dazu wollen wir eine Gegenbewegung starten. Uns geht es um Solidarität auf allen Ebenen, um ein Netzwerk, um das Wir-Gefühl und darum, den Leuten Mut zu machen. Henning Krautmacher: Das Wir-Gefühl ist etwas ganz wichtiges in unserer heutigen Zeit. Das Bewusstsein, dieses Wir-Gefühl zu leben, bedeutet eben, sich im Klaren darüber zu sein, dass man in der Tat niemals alleine ist. Es wird immer jemanden geben, der nicht unbedingt dasselbe, aber das gleiche Problem hat, wie man selbst. Solche Leute zu suchen und mit denen gemeinsam einen Lösungsweg anzupeilen, ist ganz wichtig.
Mir kumme mit allemann vorbei (Festpiraten)
Hannes Schöner: Wir empfinden uns selbst ein bisschen als Festpiraten, weil wir von Feier zu Feier laufen. Menschen sind dort in Hochstimmung und wir klinken uns quasi in diese Welle der Hochstimmung ein. Insofern hat das Lied mit uns selbst auch sehr viel zu tun. Henning Krautmacher: Der Begriff „Festpiraten" ist eine Wortneuschöpfung, die aus unseren Reihen kommt. Wir sind sehr glücklich damit, dass wir endlich einen hochdeutschen Begriff für diesen Typus Mensch gefunden haben, den man hier im Rheinland „Schrubbsüffer" nennt. Das sind Menschen, die bei Festlichkeiten auftauchen, obwohl sie eigentlich gar nicht eingeladen sind. Die Braut denkt, dass es sich bei der Person um einen Freund des Bräutigams handelt und er glaubt, dass es ein ehemaliger Freund der Braut ist. In Wahrheit ist es nur jemand, der über die Tageszeitung festgestellt hat, dass irgendwo eine Hochzeit statt findet. In der Tat zeichnet sich jetzt schon ab, dass dieser Song alle Chancen hat, ein echter Partykracher zu werden.
Spar ding Dräum nit op för morje!
Hannes Schöner: Es gibt ja diese altdeutschen Sekundärtugenden. Bescheiden zu sein, sich zurück zu halten und seine eigenen Wünsche hinten an zu stellen. Das ist, wie ich finde, eine sehr fatale Haltung. Diese Haltung überträgt sich meist auf das ganze Leben, wenn man sie als Kind eingebläut bekommt. Das widerspricht unserem Höhner-Primat. Es ist wichtig, den Augenblick zu ergreifen und Ziele erreichen zu wollen. Wir wollen etwas bewirken. Träume sind da um realisiert zu werden. In dem Lied ist es zuerst die Oma, die einem Kind Wünsche erfüllt, und später geht es um die Träume und Wünsche der ganzen Menschheit. Es geht um unsere Umwelt und die Frage, wie ich mich selbst einbringen kann. Zu sagen, dass ich mich besser zurück halte, weil sowieso alles schon viel zu spät und zu schwer ist, rührt aus solcher Erziehung her. Wir sind der Meinung, dass nach vorne stürmen wichtig ist. Die Träumer und Spinner von heute sind die Helden von morgen. Dieses Lied hat sehr viel mit unserem Höhner-Geist zu tun.
Gut so, wie es ist
Henning Krautmacher: Ein einfaches Liebeslied? Denkste! Vordergründig ist es das, aber bei genauem Hinschauen, hat es auch mit einer gewissen Erfahrung zu tun. Es soll ein Lied gegen Neid und Missgunst sein. Die Menschen erfreuen sich durchaus daran, wenn ein anderer glücklich ist. Das haben wir selbst schon erfahren. Es müssen nicht immer nur Schlagzeilen in der Zeitung sein, die wieder einmal Scheidungen und Trennungen herausposaunen, um Menschen zu berühren. Denn wenn es einem anderen gut geht, sieht man diese Person vielleicht als Bespiel dafür, dass es einem selbst ja vielleicht auch irgendwann gut gehen kann. Es geht also auch in diesem Lied wieder einmal um das Mutmachen. Wenn wir also eine Situation beschreiben, in der jemand sagt: „Mensch, ich habe ja ein unglaubliches Glück gerade, dass es mir so gut geht, weil ich endlich den Menschen für das Leben gefunden habe", dann gibt es vermutlich sogar eine Mehrheit von Leuten, die sich daran erfreuen können. Und das ist gut so, wie es ist. Wir möchten den Schlagzeilenmachern zurufen, dass sie nicht immer nur über das Negative schreiben sollen, sondern auch die schönen Dinge im Leben mal benennen mögen. Darüber singen wir in diesem Lied.
Mir jeiht et jot
Hannes Schöner: Das Lied schildert ganz klar die Situation von jemandem, der eine Krise überwunden hat. Das befreiende Gefühl, die Euphorie, die danach entsteht, wurde in dem Song sehr gut eingefangen, glaube ich.
Morgen
Hannes Schöner: Wenn man die drei Hauptthemen nimmt, denen sich die populäre Musik bedient, nämlich Glaube, Liebe, Hoffnung, dann geht es in diesem Lied um die Hoffnung. Also um den Wunsch und auch den Glauben daran, dass sich morgen alles bessert. Glaube und Hoffnung sind in jedem Menschenleben total wichtige Aspekte. Weil nicht immer nur die Sonne scheint. Es gibt für jeden jederzeit und immer wieder Krisensituationen. In diesen Zeiten sind Glaube und Hoffnung ganz entscheidende Faktoren. Das ist eine Thematik, die in unsere Lieder immer mal wieder ganz selbstverständlich mit einfließt.
Von mir aus sofort!
Henning Krautmacher: Das Lied schildert eine Situation, wie sie jeder schon mal erlebt hat. Diese Möglichkeit spontan zu entscheiden, ohne lange hin und her zu überlegen, ohne immer wieder abzuwägen. Mann muss auch manchmal einfach aus dem Bauch heraus entscheiden und sagen: „Weißt du was? Lass es uns jetzt machen! Jetzt oder nie! Von mir aus sofort. Komm her, ich bin dabei und dafür". Deshalb ist das Lied auch gesanglich von uns allen gemeinschaftlich getragen. Hier gibt wirklich jeder seinen, im positiven Sinne, Senf dazu. Diese Aussage in einer Strophe, „jeden Tag ein bisschen besser, jeden Tag ein bisschen mehr", hat auch etwas damit zu tun, dass man natürlich das Ziel verfolgt, es immer ein bisschen besser machen zu wollen. Hannes Schöner: Es ist auch mit Verlaub eine Antwort auf die Frage, die wir Anfang des Jahres gestellt haben. Nämlich: „Wenn nicht jetzt, wann dann?". Die logische Antwort heißt: „Von mir aus sofort!"
Nimm mich mit
Hannes Schöner: An sich ist es erstmal eine Beschreibung einer Streitsituation. Jeder, der sich in einer Beziehung befindet kennt das. Man sitzt in schönster Harmonie zusammen und plötzlich ergibt ein Wort das andere. Es gibt Missverständnisse, die sich aufbauen, stärker werden. Es wird laut, es wird unangenehm und das, was vorher harmonisch war, droht in die Brüche zu gehen. Von solchen Situationen erzählt das Lied. Der Satz „nimm mich mit auf deinem Weg", drückt den Wunsch aus, sich selbst nicht ganz so wichtig zu nehmen. „Tut mir leid" sagen zu können, gehört viel mehr zu einer starken Haltung, als auf der eigenen Meinung zu beharren. Natürlich ist es ein Liebeslied, aber es ist darüber hinaus auch ein Song, der eine Option zeigt, wie man mit Konflikten umgehen kann und aus ihnen wieder raus findet. Henning Krautmacher: Dies ist einmal mehr ein Song, für den ich gerne die Empfehlung aussprechen möchte, dass man sich wirklich auch den Text vornehmen möge und ihn auf seinen Inhalt überprüfen sollte - um die Höhner nicht einfach vordergründig abstempeln zu müssen. Wer diesem Lied genau zuhört und vielleicht auch ein bisschen zwischen den Zeilen liest, dem wird dieser Song möglicherweise auch ein Stück weit Hilfe für das Leben sein können.
C'est la vie
Henning Krautmacher: „C'est la vie" ist zu aller erst mal ein d'accord zum Leben, um jetzt mal im Französischen zu bleiben. Es ist eine Aufforderung dazu, dass Leben eben so zu nehmen, wie das Leben eben ist. Hannes Schöner: Der Song beinhaltet Begriffe, die uns wie ein Feuerwerk der Informationen umgeben. Die Frage ist halt, wie ich die Begriffe für mich selbst einordne. Wir stellen die nebeneinander, ohne eine Bewertung abzugeben. Das Leben ist eben vielfältig, unerklärbar. Die beste Art damit umzugehen ist, vermutlich wirklich einfach „C'est la vie" zu sagen. Hoffnungen und Enttäuschungen gehören zusammen. Das sind zwei Seiten einer Medaille. Man sollte die Dinge nicht so tragisch sehen, sondern das Leben so nehmen, wie es nun mal ist. Henning Krautmacher: Deshalb benutzen wir die Uhr als Stilmittel in dem Lied. Die Uhr macht nämlich tick und tack.
Ich würd' alles geben
Henning Krautmacher: Das Lied beschreibt eine Situation, die jeder kennt. Ob im Zweiergespräch oder wenn die Familie zusammen sitzt oder im Freundeskreis, geschieht es immer wieder, dass man sich derer erinnert, die möglicherweise viel zu früh aus der Mitte der betreffenden Menschen gegangen sind. Es ist ja schon in tausenden Filmen und hunderten Büchern versucht worden darzustellen, wie gerne man seinem verstorbenen Vater oder Bruder, Schwester, Opa, Oma jetzt noch mal aus eigenem Interesse zeigen würde, was aus einem geworden ist. Einfach nur aus ehrlichen Beweggründen, und um zu zeigen, dass man ein recht schaffender Mensch geworden ist. Es ist ein Traum, der hier besungen wird, der aber auch wieder ein bisschen Mut machen soll. Das Lied haben wir Günter Hässy, dem Leiter der Jungen Sinfonie Köln gewidmet. Günter war ein guter und sehr enger Freund der Band, der aus unserer Sicht, Mit Anfang 60, viel zu früh verstorben ist. Wir veranstalten seit 15 Jahren gemeinsam mit dem Orchester die Reihe „Höhner Classics". Schon jetzt stellt man fest, dass Werke, die Günter Hässy geschrieben hat, plötzlich viel mehr Gehör finden als zu seinen Lebzeiten. Da passt einmal mehr die Aussage, „Ich würd' alles dafür geben, dass er das noch erleben könnte."
I'm a part of it (Naturallianz-Version)
Hannes Schöner: Wir sind alle Teil einer Welt. In diesem Satz drückt sich unser Verhältnis zu dem Thema Naturallianz aus. Wir sind alle nur ein Teil. Und bewegen können wir nur etwas, wenn wir ein gemeinschaftliches Bewusstsein entwickeln. Wir wollen daran mitwirken, dass möglichst viele Menschen dieses Wir-Gefühl entwickeln. Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam können wir etwas erreichen, unsere Umwelt retten und Dinge bewegen, um unsere Welt zu erhalten. Henning Krautmacher: Dieses Lied ist der offizielle musikalische Beitrag zur Kampagne der Naturallianz. Das ist eine Organisation, die sich aus Politikern, Wirtschaftsleuten und Menschen aus Kunst und Kultur zusammensetzt. Diese Leute setzen sich für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Wenn man sich vorstellt, dass abertausende Tierarten vom Aussterben bedroht sind und gleichzeitig auch noch erfahren muss, dass wir Menschen vom Erhalt dieser Tierarten abhängig sind, wird doch klar, dass man handeln muss. Wenn diese Tiere nicht mehr vorhanden sind, ist auch unser Leben gefährdet. Damit nicht genug, wird unser Song als offizielles Lied für den Umweltgipfel im Mai 2008 dienen. Dann werden mehr als 5.000 Menschen aus 189 Nationen in Bonn zusammen kommen, um zwei Wochen lang darüber zu debattieren, was man weltweit unternehmen kann, damit die Artenvielfalt erhalten bleiben kann. Und um Schäden, die wir bereits vermerken müssen, wieder zu beheben.
Ich bin bei Dir
Henning Krautmacher: Diesen Song haben wir ganz bewusst ans Ende des Albums gelegt. Weil es eine sehr ruhige und zurück genommene Nummer ist, die auch wieder Mut machen soll. Er ist aus persönlichen Erlebnissen diverser Bandmitglieder heraus entstanden. Bemerkenswert ist, dass es eigentlich eine Aufnahme ist, die in einem so genannten One-Take entstanden ist. Die haben wir aufgenommen, um sie als Demo in den Pool der Songs nehmen zu können, die später vielleicht den Sprung auf das Album geschafft hätten. Wir alle waren aber der Meinung, dass dieses Stück ohne langes Herumfeilen und Arrangieren gut genug war, um das Lied unverändert auf das Album bringen zu können. Selbst wenn leichte Intonationsfehler drin sind, wollten wir die Atmosphäre so belassen, wie sie bei dieser Aufnahme war. Der Song ist jetzt sozusagen der Ausklang des neuen Höhner-Longplayers am Ende der Platte. Damit geben wir unseren Zuhörern noch ein bisschen privat Erlebtes mit an die Hand. Quelle: EMI
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